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Die Mitteilungs-
möglichkeit des
Menschen ist
gewaltig, doch das
meiste was er sagt
ist hohl und falsch.

Die Sprache der
Tiere ist begrenzt,
aber was sie damit
zum Ausdruck
bringen ist wichtig
und nützlich.

Leonardo Da Vinci

 

 

 

 

 

 

 

* * *

   Griechenland  Story

  griechischer Inselhund


   Griechenlandgeschichten von freilebenden Hunden.

    Sechs Jahre Griechenlandaufenthalt gaben mir die Möglichkeit auf dem
    Festland und den verschiedenen Inseln wildlebende Hunderudel zu beobachten.
    Wobei sich die Stadtvagabunden dem Menschen gegenüber anders verhalten
    als die verwilderten Hunde der Bergregionen.

    Die Mitglieder der Stadtrudel sind ausserordentlich clever was die Anpassung
    und das Zurechtkommen in der menschlichen Zivilisation angeht. Sie
    unterscheiden genau zwischen Einheimischen und Touristen. Die Griechen
    wehren jeden herrenlosen Hund mit Steinwurf ab, dies lernen schon die
    kleinsten Kinder.
    Wenn man diese Meldung liest - in dem Falle aus Moskau -
    versteht man vielleicht warum:

    http://www.focus.de/panorama/welt/tierplage_aid_230868.html

    Sobald die griechischen Hunde sehen, dass sich ihr menschliches Gegenüber
    bückt und einen Stein aufhebt geben sie Fersengeld.
    Die meisten Touristen haben Mitleid und füttern was das Zeug hält.

    Die Rudel sind zwischen 6 - 12 Hunde stark. Meist sind es
    Schäferhundmischlinge, aber auch kleinere. Sie jonlieren im Strassenverkehr
    mit der selben Aufmerksamkeit - rechts und links gucken, Ampelsignale
    beachten, - wie der Mensch. Nur sind sie geschwinder in ihren Reaktionen.
    Für die Futterbeschaffung trennen sie sich zumeist, ausser es geht an die
    Mülltonnen. Jeder Hund hat so sein Spezialrevier. Irgend ein Restaurant,
    einen Stammplatz am Strand, Plätze an der Werft, ... überall dort wo sich
    die Touristen tummeln. Sie haben wohl gelernt dass sie im Alleingang eher
    gefüttert werden als wenn sie im Dutzend auftauchen.
    Eine kleine Hündin kam regelmässig an die Aussentische eines Kafenions
    gehumpelt. Sie lief auf drei Beinen und wurde von den Touristendamen
    besonders bemitleidet. War sie satt, humpelte sie zurück bis zur nächsten
    Strassenecke um dann gerade um die Ecke, mit Tempo, auf allen Vieren, zu
    ihren Kumpels aufzuschliessen.

    Diese Hunde sind meist freundlich und nicht aufdringlich, sie warten auf eine
    Futtergabe des netten Menschen. Wir hatten schon mal zwei Hunde die sich
    uns für ein halbes Jahr anschlossen. Sie bekamen ihre Tagesration und
    blieben zuverlässig am Campingbus. Auch wenn wir uns für Stunden
    - oder auch mal für zwei Tage wegen Freundesbesuch - entfernten lagen sie
    brav vor der Tür wenn wir heim kamen, wie bezahlte Bodyguards. Nachts
    schliefen sie unter dem Wagen. Sie hatten niemals Ambitionen hinein
    zukommen. Man muss auch nicht versuchen ihnen ein Halsband oder Leine
    anzulegen. Als wüssten sie, dass dann ihre Freiheit gefährdet ist weichen sie
    aus. Irgendwann waren sie dann plötzlich verschwunden und man sah sie dann
    Wochen später an einem anderen Stammplatz z.B. einem Kiosk oder an der Werft
    wo auch regelmässig was abfiel.

    Eine Ausnahme gab es in den Jahren dort, eine junge klapperdünne
    Schäferhündin die uns regelmässig am Strand aufsuchte. Sie spielte mit mir
    die selben Spiele wie meine alte Hündin in Deutschland. Sie hörte auf die
    gleichen Worte, sie sah genauso aus, nur war sie ca. 10 Jahre jünger.
    Als wir den Standort wechselten, forderten wir sie auf ins Auto einzusteigen
    und mitzukommen. Sie tat es sofort. Wir waren ihre Familie.

    Erstmal wurde sie gut aufgepäppelt, und als ich dachte nun wäre es aber
    gut mit dem Zunehmen hörte sie nicht auf dicker zu werden. Und wenige Tage
    später zuppte sie mich draussen auf dem Kai am Ärmel, rannte zu unserem
    Hausboot, kam zurück und zuppte wieder am Ärmel. Am selben Nachmittag
    warf sie vertrauensvoll in meinem Beisein 8 Welpen ins Boot.
    Im übrigen war unter diesen Welpen ein weisser Schäferhund.
    Mit 8 Wochen konnte ich diesen Wurf zum Glück an Privat vermitteln.
    Leider wurde dieses nette Schäferhundmädchen drei Jahre später vergiftet.

   zugelaufener griechischer Strassenhund  treu zu Füssen - Siesta

                      Dies war das zugelaufene griechisches Schäferhundmädchen,
                      das mir nach ein paar Wochen 8 Welpen bescherte,
                      und sich wunderbar in die Familie integrierte.

    Die Vergiftungsaktionen in Griechenland wurden damals zweimal jährlich
    vorgenommen. Im Frühjahr und Herbst wurden breitflächig in Parks,
    Strassengestrüpp und überall wo die freien Hunde leben Giftköder ausgelegt
    um dieser "Plage" Herr zu werden. Tote Möven die diese Fleischköder auch
    gerne frassen und Katzen zeigten auf wann es wieder soweit war.

    Das war vor 25 Jahren, wie es heute gehalten wird weiss ich nicht.
    Einige In- und Ausländische Tierschutzakteure haben sich ja zur Aufgabe
    gemacht Alle Freilebenden einzusammeln, zu kastrieren und zu sterilisieren.

    Bei den freilebenden Hunderudeln in den Bergen Griechenlands ist dagegen
    äusserste Vorsicht geboten. Sie haben keine Angst vor dem Menschen,
    sind sehr selbstbewusst und kommen auch mit Drohgebärden im Rudel näher.
    Anders als Wildtiere die den Menschen immer meiden.
    Hauptsächlich ernähren sie sich von den Müllhalden die in Aussenbereichen
    zu finden sind. Aber sie umlagern auch Campingplätze, auch wenn diese
    hocheingezäunt sind. Erreichten wir einen Platz nach Schliessen der Tore
    konnten wir auch meist nicht aus dem Auto aussteigen, weil der Wagen von
    einem Rudel grosser Hunde umringt wurde.
    Das Risiko herauszufinden ob diese Hunde letztendlich freundlich sind geht man besser nicht ein.

    Meine schönsten Beobachtungen konnte ich ausserhalb der Touristensaison
    in den Winterhalbjahren machen. In städtischen Parkanlagen von Athen sieht
    man die Hunde sich stundenlang in der Wintersonne aalen. Dort sah ich wie
    der Chef durch Körpergestik für Ordnung sorgt. Wenn sich zwei Mitglieder des
    Rudels nicht grün waren und sich Spannung aufbaute zwischen zwei
    Jungspunten ging der Boss in versteifter, betont langsamer Gangart mit
    angespannter Schulter- und Nackenpartie zwischen die beiden, bevor sie
    überhaupt Körperkontakt miteinander hatten. Er bliebt einfach zwischen ihnen
    stehen und die Widersacher trollen sich auf Abstand.

    Hörten die Spannungen nicht auf ging er zu einem der Störenfriede hin in der
    selben Pose aber mit deutlicher Drohung wie Nackenhaare stellen und die
    Lefzen kräuseln. Weshalb er sich dabei den einen und nicht den anderen
    aussuchte war für mich allerdings nicht zu erkennen.
    Es geht erstaunlich friedlich zu in so einem Rudel. Kämpfe konnte ich nur
    feststellen, wenn ein nicht rudelzugehöriger Hund in das Revier kam, und der
    Fremdling sich nicht trollte und auch kein "Schön-Wetter" machte.

    Die wichtigste Aufgabe des Rudelchefs scheint es zu sein für Ruhe zu sorgen.

    Den härtesten Kampf den ich beobachten konnte fand zwischen zwei Rüden
    statt. Ein junger kräftiger Boxermischling wollte partou eine Strandparzelle für
    sich beanspruchen die ein Altrüde, ein Schäferhundmix, wohl in Besitz hatte.
    Sobald der Junge eine unsichtbare Linie überquerte ging der Alte auf ihn los.
    Es war ein übler Kampf wohl deshalb, weil es keine Beschwichtigungs- und
    Unterwerfungsgesten gab. Die beiden waren hinterher so abgekämpft,
    dass sie kaum noch auf den Beinen stehen konnten. Der Alte hatte dann in
    der letzten Szene den Jungen im Kehlgriff und schüttelte und schüttelte.
    Es sah aus als würde er ihm die Kehle rausreissen. Dann hielt er ihn wieder
    nur am Boden fixiert und dann schüttelte er ihn wieder. Die Fixierung mit
    wechselndem Schütteln dauerte länger als 10 Minuten. Der Junge war
    bewegungsunfähig und verdrehte die
    Augen. Ich dachte er wäre tot.
    Als der Alte ihn dann losliess sprang der Junge nach einigen Sekunden auf
    und zog ab. Und man glaubt es kaum, am nächsten Tag kam er wieder. ...

    Andererseits habe ich Jahre später meine Schäferhündin Sina mit nach
    Griechenland genommen und unser Campingwagen wurde regelmässig
    von frei lebenden Stadthunden umrundet. Ebenso kam es täglich zu
    Strandbegegnungen mit dem Rudel. Sina hatte kein Problem sich zu
    integrieren. Es kam auch unter den Hündinnen zu keiner Beisserei.
    Es wurde gespielt und faul in der Sonne gelegen.


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